Zahnarztpraxen und Dentaleinheiten
In Dentaleinheiten wird Wasser bei der Behandlung fein vernebelt. Ist es verunreinigt, können Erreger wie Legionellen, Pseudomonaden, E. coli oder coliforme Keime zu Infektionen bei Patientinnen und Patienten führen. Mit einer regelmäßigen mikrobiologischen Untersuchung prüfen Sie, ob das Wasser in Ihrer Praxis den Hygieneanforderungen genügt.

Rechtlicher Rahmen
Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (KRINKO) empfiehlt, das Wasser aus Dentaleinheiten regelmäßig mikrobiologisch zu untersuchen. Empfohlen wird eine Prüfung mindestens einmal pro Jahr.
Für das Trinkwasser ist bis zum Hausanschluss der Wasserversorger verantwortlich. Ab dem Hausanschluss tragen die Inhaberinnen und Inhaber der Praxis die Verantwortung für die Wasserhygiene.
Unsere Analysepakete
Beide Pakete können Sie in den Hygieneplan Ihrer Praxis oder Klinik aufnehmen. So dokumentieren Sie die Eigenkontrolle der Wasserqualität und erfüllen Ihre Sorgfaltspflicht.
Dental Basis

Die Untersuchung nach RKI-Empfehlung mit den mikrobiologischen Parametern, die für Zahnarztpraxen maßgeblich sind.
- Legionella spp.
- Koloniezahl 36 °C (KBE 36 °C, koloniebildende Einheiten)
Dental Plus

Die erweiterte Untersuchung für Praxen, die Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem behandeln. Wegen des höheren Infektionsrisikos wird hier zusätzlich die Untersuchung auf Pseudomonas aeruginosa empfohlen.
- Legionella spp.
- Koloniezahl 36 °C (KBE 36 °C)
- Pseudomonas aeruginosa
Weitere Untersuchungen
Wir stimmen den Umfang gern mit Ihnen ab, zum Beispiel für:
- Koloniezahl 22 °C, E. coli und coliforme Keime
- Wasser aus Handwaschbecken
- die Prüfung der Wasserhygiene, bevor eine Dentaleinheit angeschlossen wird
Häufige Fragen
Warum ist die Wasserhygiene in Zahnarztpraxen so wichtig?
Leitungswasser hat in Deutschland meist eine sehr hohe Qualität. Steril ist es trotzdem nicht: Es kann Keime oder bedenkliche Stoffe enthalten, in der Regel in unbedenklichen Mengen. Problematisch wird es, wenn sich Krankheitserreger im Wasser stark vermehren.
In der Zahnarztpraxis kommt Wasser beim Ausspülen mit offenen Wunden in Kontakt. Bei der Behandlung wird es außerdem vernebelt und kann eingeatmet werden.

Wie gelangen Keime in die Dentaleinheit?
Häufig steht Wasser längere Zeit in den Schläuchen der Dentaleinheit. Darin vermehren sich Bakterien leicht und bilden Biofilme, also Beläge aus Mikroorganismen an der Innenwand. Deshalb sollten Proben aus jeder Dentaleinheit auf die maßgeblichen Parameter untersucht werden, etwa die Koloniezahl, Legionellen und Pseudomonaden.
Wer ist für die Wasserqualität in der Praxis verantwortlich?
Bis zum Hausanschluss ist der Wasserversorger zuständig. Ab dem Hausanschluss sind die Inhaberinnen und Inhaber der Praxis für die Einhaltung der Wasserhygiene verantwortlich.
Weder Patientinnen und Patienten noch das Praxisteam dürfen durch Keime im Wasser gefährdet werden. Regelmäßige Untersuchungen zeigen Ihnen, wie es um die Wasserqualität steht, und erlauben ein schnelles Eingreifen bei Auffälligkeiten.
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